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Ein Lyriker ist ein Dichter, der Lyrik verfasst. In der Antike und in dem Mittelalter ist Lyrik überwiegend gesungene Liedlyrik, der Lyriker also auch Liedkomponist und Sänger. Bereits in dem Altertum wurde der Person des "Sängers" höchste Wertschätzung entgegengebracht.
Im volkssprachlichen Mittelalter treten Individualpersönlichkeiten vor allem in dem Minnesang und in der Spruchdichtung hervor (Walther von der Vogelweide, Frauenlob, Trobadors). Die geistliche Lyrik (z.B. die Sequenzen ) sowie die lateinische Vagantendichtung ist häufig anonym in größeren Sammlungen überliefert (Carmina Burana). Die Meistersänger des städtisch geprägten Spätmittelalters inszenieren ihre Dichtung als lern- und abprüfbares Silben- und Töne -Handwerk. In Italien wirkten die Lyriker der Renaissance Dante und Petrarca bahnbrechend, weitere wichtige Lyriker Michelangelo oder Tasso, und viel, viel später dann Gabriele D'Annunzio oder Giuseppe Ungaretti . Die Lyriker Frankreichs stehen in dem Schatten Villons. In der Romantik traten Alphonse de Lamartine, Alfred de Musset; in der Moderne Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud oder Paul Verlaine hervor. Englands Lyriker, zunächst unter italienischem Einfluss, finden in William Shakespeare und John Milton, dann in Alexander Pope und Thomas Gray und später in Robert Burns, William Blake oder John Keats bis zur Generation des 20. Jahrhunderts T. S. Eliot oder Dylan Thomas herausragende Vertreter. Als US-amerikanische Lyriker wären Poe, Walt Whitman, Emily Dickinson oder in dem 20. Jahrhundert William Carlos Williams, E. E. Cummings , T. S. Eliot und Ezra Pound zu bezeichnen. In Deutschland treten neben die Schöpfer humanistischer Lyrik die Dichter des Kirchenlieds begonnen mit Martin Luther oder Paul Gerhardt, bzw. den religiösen Dichtern Friedrich Spee oder Andreas Gryphius, zu denen sich die barocken Gesellschaftslyriker gesellten. (Martin Opitz, Simon Dach, Paul Fleming gesellten. In dem 18. Jahrhundert traten Barthold Heinrich Brockes, Friedrich von Hagedorn, Christoph Martin Wieland, Christian Fürchtegott Gellert, sowie Friedrich Gottlieb Klopstock hervor. Ihnen folgten die klassischen Lyriker Goethe, Schiller und Hölderlin. Später kamen Romantiker wie Novalis, Friedrich Schlegel, Clemens Brentano oder Eichendorff hinzu. Eine Zwischenstellung zwischen Romantik und Realismus nimmt Eduard Mörike ein. Als realistische Lyriker werden etwa Annette von Droste-Hülshoff oder Franz Grillparzer genannt. Formkünstlerische Lyriker hingegen wäre August von Platen oder Friedrich Rückert; sozialkritisch-politische Lyriker Heinrich Heine oder Ferdinand Freiligrath. Im 20. Jahrhundert machen ästhetische Lyriker wie Stefan George oder Rainer Maria Rilke von sich reden. Im Expressionismus treten Georg Heym, Georg Trakl sowie Gottfried Benn hervor. Zu den Schöpfern deutschsprachiger moderner Lyrik seit dem Zweiten Weltkrieg zählen
· Diese Seite wurde bisher 1.091 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 17.05.2008 um 03:36:17 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 11:18, 10. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lyriker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.
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